Aktuelles

Newsletter

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.

 

Wer diesen Link oder die Suchmaschine für eine Bestellung

Bei Amazon verwendet, spendet 5,5% des Erlöses dem 

Förderverein  friends of basket girls e.V


weitere Informationen

29.08.2010

„Summercamp is over“    

„Eins zwei drei im Sauseschritt

läuft die Zeit – wir laufen mit“

 

 

Wilhelm Busch verdanken wir diese gereimte Erkenntnis – und sie ist noch heute wahr.

 

 

Eben noch habe ich mit gerunzelter Stirn am Schreibtisch gesessen und die letzten Vorbereitungen für das Sommerfest getätigt, voller Sorge, ob auch alles bedacht worden ist und alles zur rechten Zeit klappen wird. Und heute ist das alles schon Geschichte.

 

 

Die teilnehmenden Spielerinnen und Spieler und ihre bei der Abschlussveranstaltung anwesenden Eltern werden Dragans Worte noch in den Ohren haben: „Das war das Camp mit dem bisher höchsten Niveau.“  Der Mann hat Recht !

 

 

Es ist ein Phänomen der eingeführten und alteingesessenen Basketballprogramme: Wenn Du erst einmal ein hohes Niveau erreicht hast, ist es vergleichsweise einfach, noch immer ein wenig zuzulegen.

 

 

Andersherum: Neue Programme müssen heftig strampeln, um mit ihren auch talentierten Aktiven erst einmal ein gutes Niveau zu erreichen.

 

 

Wie so oft in gesellschaftlichen Strukturen werden viele Dinge zunächst einmal reproduziert. Gute Disziplin, schnelles Reagieren, der Wille sich optimal anzustrengen, Zweikämpfe hart aber fair auszutragen, andere anzuspornen und störendes Verhalten untereinander nicht mehr zu dulden sind nur einige dieser Dinge.

 

 

Mit der strukturellen Veränderung, erstmals 3 volle Trainingseinheiten täglich zu absolvieren und damit jeden Tag 7 Stunden in der Halle zu verbringen, haben wir einen wichtigen Schritt zur Qualitätsverbesserung durch einen organisatorischen Griff vollbracht. Wir Coaches hatten in den Vormittagseinheiten alle Zeit der Welt, um dem Motto „Kennen – Können – Kondition“ gerecht werden zu können. Die Camper haben sich in der nötigen Zeit die Informationen zu unserem Spielentwurf aneignen können. Kognitiv waren sie also auf der Höhe.

 

 

Damit erst war es möglich, motorisch die Anforderungen auch wunschgemäß zu umzusetzen. Und erst dadurch erfolgte das „Lesen“ der Situation und überall da, wo es erforderlich war, konnten die Spielerinnen und Spieler die zweite und dritte Option spielen.

 

 

 Hurra, wir haben die Individualtaktik entdeckt !!!

 

 

Die vorhandene  Mischung aus U11 Mädchen, U12 Jungen und U13 Mädchen hat sich als sehr fruchtbar erwiesen. 

 

 

Das anfangs etwas größere Wissen um Einwurfaufstellungen und Spielfortsetzungen bei den  Mädchen hat den Jungen weitergeholfen. Jetzt kennen und können sie das auch. Die stärkere Physis der Jungen, ihr hohes Lauftempo und die vielen schönen Pässe in den Lauf, haben den Mädchen geholfen. Sie haben sich super angepasst und entdeckt, dass man in bestimmten Situationen auch gegen die größere Kraft des Gegners mit einer zweiten oder dritten Variante ins Spiel kommen kann. Das will ich mal den „Judo-Effekt“ nennen.

 

Mit 16 vollen Trainingseinheiten in dieser einen Campwoche haben wir ein sagenhaftes Vorbereitungsprogramm absolviert. Da wir ja nur zweimal in der Woche regulär trainieren, ist das Pensum von 8 Wochen schon mal hinter uns gebracht worden.

 

Man kann es auch so formulieren: Vereine ohne Sommercamp können das, was wir schon hinter uns haben, erst bis zu den Herbstferien durcharbeiten.

 

Der konditionelle Anspruch ist sehr hoch gewesen. Das beweist man nicht durch ein „hartes“ Training, nach dem man nicht mehr laufen kann. Es ist vielmehr die kluge Dosierung, die es ermöglicht, auch noch das nächste und übernächste Training des Tages mitmachen zu können. Und dann wird Tag für Tag mit großem Augenmaß eine kleine Schippe draufgelegt oder – wenn nötig – auch weggenommen.

 

Unsere Aktiven sind bis zuletzt in der Lage gewesen, den Ansprüchen zu folgen. „Konzentration ist Kondition“ – dieser geflügelte Satz will sagen: Nur eine Spielerin/ein Spieler mit ausgezeichneter Kondition kann sich bis in den letzten Tag konzentrieren und Neues aufnehmen. Wer platt ist, lernt nichts mehr.

 

Und zum Schluss: Wer in seinem Camp viele Verletze hat, der hat mindestens eines von diesen drei Problemen. Körperlich unzureichend vorbereitete Athletinnen/Athleten, einen zu hohen Anspruch (also keine spezifische Anpassung) oder eine unrealistische Einschätzung der Spielerinnen/Spieler bezüglich ihres Könnens (Kamikaze-Aktionen). Hatten wir nicht !!!

 

Wir haben für die vor uns liegende Saison in allen 3 Mannschaften eine große Anzahl leistungsfähiger Spielerinnen und Spieler. Die Dichte in den Teams hat zugenommen. Die gezeigte sportliche Haltung ist schon sehr „professionell“.

 

Das hat Spaß gemacht. - Wir freuen uns auf die Spiele mit euch !